Den Hut ab

Text: Ole Löding · Musik: Martin Zuther

Wunder Tag, und die Luft hart wie Eis,
Gedanken kommen und gehen im Kreis.
Der Kopf aus Blei, jede Bewegung verkehrt,
Es regnet Sehnsucht nass in das Herz.

Atem am Stock, jeder Schritt fällt mir schwer,
Stadt voller Smog, Liebe klebt wie Teer.
An jeder Hauswand seh ich Sprüche voll Wut,
Jeder ist einsam, jeder trägt Hut.

Am Ende bleibt man mit sich selber allein,
Am Ende weiß man wirklich nicht mehr aus noch ein.
Am Ende rennt man, jede Zeit ist zu knapp.
Stell Dich dem Regen, nimm den Hut ab.

Teufel tanzt mit dem Daumen im Wind,
Der Dichter lacht wie ein trunkenes Kind.
Es wär so gut, in Deinen Armen zu sein,
Kein Wort im Fall, und der Weg ist so weit.

Liebe macht einsam, es gibt keinen Trost,
Der Cowboy Rocker hat das lange gewusst.
Neid hat Geburtstag: wieder Schnapszahl.
Die Sehnsucht feiert und preist die Moral.

Am Ende bleibt man mit sich selber allein,
Am Ende weiß man wirklich nicht mehr aus noch ein.
Am Ende rennt man, jede Zeit ist zu knapp.
Stell Dich dem Regen, nimm den Hut ab.

Wieder einmal tanze ich auf Asche,
Und eine Stimme summt: „Was soll’s?“
Wieder einmal lüg ich in die Tasche,
Und bin darauf noch stolz.

Wieder einmal nächtigt mir die Nachhut
Mit würde, wenn und falls.
Wieder einmal klebt mir eine Schwermut
Wie Kaugummi im Hals.

Am Ende bleibt man mit sich selber allein,
Am Ende weiß man wirklich nicht mehr aus noch ein.
Am Ende rennt man, Zeit wird langsam knapp.
Stell Dich dem Regen, nimm den Hut ab.