Projektname

Mit dem Begriff „Drogen“ bezeichnet der Apotheker getrocknete Pflanzenteile. Die Namen von Drogen werden aus dem Teil der Pflanze, der verwendet wird, und dem lateinischen Namen der Pflanze zusammengesetzt. So steht Flores Tiliae für Lindenblüten und Radix Ginseng für die Ginsengwurzel. Aus dieser Nomenklatur ergab sich der ursprüngliche Name radix lanae, der allerdings eine Droge bezeichnet, die noch nicht allzu genau erforscht wurde…

radix ist die Wurzel. Getrocknete Wurzeln und Rhizome (das sind unterirdische Sprosse) haben Martin schon als durch die väterliche Apotheke streifendes Kind in ihren Bann gezogen. In allen nur möglichen Kombinationen gelblich-bräunlicher Erdfarben, mit verschrumpelter oder glatter Oberfläche, den verrücktesten Strukturen und in alle möglichen Richtungen gewachsen stellen sie für ihn noch heute eine Art von Kleinkunstwerken dar. Bei der richtigen Einstellung und Polarisation wachsen solche Drogen im Mikroskop zu ganzen Welten heran. radix steht aber auch für seine musikalischen Wurzeln, die im Laufe der Zeit in die unterschiedlichsten Richtungen gewachsen sind.

lana ist das lateinische Wort für Wolle. Dieser Wortteil bekam in der Vorlesung „Pharmazeutisch-medizinische Terminologie“ eine ganz besondere Bedeutung und harmonierte nebenbei noch mit radix.

Der Name spiegelt Martins Faszination an Naturwissenschaften und der natürlichen Unordnung der Dinge wieder. Er ist der Meinung, daß der Name recht gut zu den Facetten seiner Musik und ihren verschiedenen Stilrichtungen paßt.

Im Juli des Jahres 2001 wurde der Projektname zu radix verkürzt.